Im LichtLabor Demokratie trifft Kunst auf Teilhabe. Tauche ein in eine immersive Licht- und Klanginstallation im Kulturbunker Köln-Mülheim und nimm im Laufe des Programms an inspirierenden Panels und praxisnahen Workshops teil. Triff Menschen aus ganz Europa, tausche Perspektiven aus und erkunde gemeinsam, welche Rolle die Europäische Union in der Welt spielen sollte — und entdecke, wie Kreativität große demokratische Fragen in gemeinsames Handeln verwandeln kann.
Was wir noch sehen - Zwischen Bilderflut, Überforderung und Menschlichkeit
Die Licht- und Klanginstallation ist ein zentraler Bestandteil der Ausstellung LichtLabor Demokratie und bildet deren künstlerisches Herzstück.
Drei Räume im Kulturbunker Köln-Mülheim verwandeln sich in immersive Erfahrungsräume aus Licht, Farbe und Klang.
Die Installation spannt einen Bogen von historischen und gegenwärtigen Linien des Unrechts – von Kolonialgewalt und dem Genozid an den Herero und Nama bis hin zur bleibenden Dringlichkeit der Menschenrechte heute. Sie reflektiert eine Welt zwischen Krieg, Flucht, Gewalt und Desinformation, in der Leid oft als unaufhörlicher Bilderstrom an uns vorbeizieht.
Im Zentrum steht die Frage: Was geschieht mit unserer Menschlichkeit, wenn wir alles sehen – und doch abstumpfen?
Zwischen Reizüberflutung und Aufmerksamkeit eröffnet die Arbeit Räume des Innehaltens und lädt dazu ein, neu hinzusehen – und Aufmerksamkeit als bewussten Akt der Verantwortung zu begreifen.
Einige Worte von Edda Dietrich
In meiner journalistischen und künstlerischen Arbeit setze ich mich mit den Themen Demokratie und Menschenrechte auseinander. Die Konzeption und Umsetzung von Filmen sowie Animationen, die Entwicklung von künstlerischen Aktionen zu diesen Themen gehören zu meinen Arbeitsschwerpunkten.
„Demokratie ist mehr als ein Instrumentarium, ist mehr als eine Staatsform, sie ist die Möglichkeit, dass die Menschheit mit sich selbst in Resonanz tritt, verhandelt – und entscheidet, wie wir auf dieser Welt zusammenleben wollen.“
Ihre Arbeit:
Edda Dietrich verbindet langjährige journalistische Erfahrung mit einer eigenständigen künstlerischen Praxis. Nach ihrer Arbeit als Redakteurin für Text und Foto bei der Meinerzhagener Zeitung und den Lüdenscheider Nachrichten, sowie als selbstständige Beraterin für Öffentlichkeitsarbeit im Märkischen Kreis, absolvierte sie ein Studium der Malerei an der Alanus Kunstakademie in Alfter.
Als freie Journalistin und visuelle Erzählerin in Berlin entwickelte sie filmische und fotografische Formate für zivilgesellschaftliche Organisationen wie OMNIBUS für Direkte Demokratie gGmbH, Mehr Demokratie e.V. und Democracy International e.V. Ihre Arbeit bewegt sich dabei konsequent an der Schnittstelle von politischer Bildung, künstlerischer Intervention und öffentlichem Diskurs.
Erste Erfahrungen mit der Lichtkunst sammelte sie in der Zusammenarbeit mit dem Lichtkünstler Ingo Bracke. Seit 2021 realisiert sie eigene Licht- und Videoinstallationen an gesellschaftlich bedeutsamen Orten wie dem Hambacher Schloss, dem Landestheater Detmold, Schloss Hartenfels (Torgau) und im Berliner Kulturquartier „silent green“. Ihre Installationen schaffen Räume, in denen Geschichte, Gegenwart und demokratische Fragen sinnlich erfahrbar werden.
Die Ausstellung LichtLabor Demokratie ist Teil von EU for Global. Das Projekt verbindet Menschen in ganz Europa und bringt ihre Stimmen in die Diskussion darüber ein, wie die Europäische Union in der Welt agiert. Ziel ist es, die Entscheidungsprozesse der EU offener, inklusiver und näher an die Alltagserfahrungen der hier lebenden Menschen zu bringen — einschließlich jener Stimmen, die oft ungehört bleiben.
Im Verlauf des Projekts haben wir:
- Menschen aus verschiedenen Teilen der EU gefragt, wofür die EU stehen und wie sie bei globalen Fragen handeln sollte.
- Lokale und transnationale Panels in acht EU-Ländern organisiert, bei denen Bürger*innen Ideen ausgetauscht und gemeinsam Empfehlungen erarbeitet haben.
- Erkenntnisse aus vielfältigen Gemeinschaften gesammelt, darunter Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen.
All diese Gespräche haben zur Entwicklung eines Sets von Bürger*innen-Empfehlungen zu zentralen Themen wie Jugendbeteiligung, Rechtsstaatlichkeit, Nachhaltigkeit, Desinformation, digitale Rechte und mehr beigetragen.
Mit dem LichtLabor Demokratie erreicht das Projekt seinen Höhepunkt — einer immersiven Ausstellung, die diese Ideen durch Kunst, Licht und Klang erlebbar macht. Bei der Abschlussveranstaltung in Köln kannst du die in ganz Europa gesammelten Geschichten, Empfehlungen und Reflexionen entdecken und sehen, wie sie in ein gemeinsames Erlebnis übersetzt werden.
EU for Global zeigt: Demokratie ist am stärksten, wenn Menschen sich beteiligen, ihre Stimme erheben und gehört werden — nicht nur in Worten, sondern im Handeln.
Our partners
Dieses Projekt wird durch die Europäische Union kofinanziert. Die in diesem Zusammenhang geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor(en) und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder von Democracy International e.V. wider. Weder die Europäische Union noch die Förderstelle können dafür verantwortlich gemacht werden.
Lichtlabor Demokratie wird von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.