Artikel verfasst von
Lorenza De Luna
Project and Fundraising Officer
deluna@democracy-international.org
CharterNet – Europäisches Netzwerk für Grundrechte bringt die EU-Charta der Grundrechte den Menschen näher, die sie in die Praxis umsetzen können.
In acht EU-Mitgliedstaaten – Deutschland, Frankreich, Dänemark, Kroatien, Rumänien, Slowenien, Polen und Malta – stärkt CharterNet das Wissen über Grundrechte und baut die Kapazitäten der Zivilgesellschaft, öffentlicher Institutionen und Gemeinden aus, diese zu schützen und zu fördern. Dies ist dringend erforderlich: Laut dem Eurobarometer 2023 verstehen nur 12 % der EU-Bürger, wann und wie die Charta Anwendung findet.
Das Herzstück von CharterNet bildet ein europäisches Netzwerk, das zivilgesellschaftliche Organisationen, Basisinitiativen, institutionelle Akteure, wichtige Stellen zur Durchsetzung von Rechten sowie Vertreter von Gruppen zusammenbringt, die besonders von Herausforderungen im Bereich der Grundrechte betroffen sind, darunter Frauen, junge Menschen, Menschen mit Behinderungen, Migranten, Roma und LGBTQIA+-Personen.
Im Rahmen von acht länderübergreifenden Multiplikatoren-Panels setzen sich die Teilnehmenden mit den verschiedenen Kapiteln der Charta auseinander, tauschen Erfahrungen und bewährte Verfahren aus und erarbeiten Empfehlungen, um die Grundrechte bekannter und zugänglicher zu machen. Diese europäischen Perspektiven werden anschließend im Rahmen von acht „Co-create Europe“-Veranstaltungen auf die lokale Ebene übertragen, bei denen die Teilnehmenden die Empfehlungen an ihre jeweiligen Kontexte anpassen und gemeinsam kreative, niederschwellige Formate zur Förderung und Umsetzung der Grundrechte in ihren Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen entwickeln.
In Verbindung mit einer europaweiten digitalen Kampagne verwandelt CharterNet die Charta von einem Rechtsdokument in ein p ein praktisches Hilfsmittel für den täglichen Rechtsschutz – Menschen in ganz Europa miteinander zu verbinden und sie zu befähigen, ihre Rechte zu kennen, wahrzunehmen und für sie einzutreten.

Dieses Projekt wird durch die Europäische Union kofinanziert. Die in diesem Zusammenhang geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor(en) und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder von Democracy International e.V. wider. Weder die Europäische Union noch die Förderstelle können dafür verantwortlich gemacht werden.